Im Jahr 2001 hatten sich im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes I-Lab fünf Institute der Fraunhofer Gesellschaft zusammengefunden, um im Forschungsbereich Leben in einer vernetzten Welt einen Beitrag zur Entwicklung der damals weltweit in der Entstehung befindlichen Grid-Technologien zu leisten. Ausgehend von den durch das Global Grid Forum geschaffenen Grundlagen und insbesondere des GLOBUS Toolkits, war es das Ziel des Projektes, oberhalb der Basisdienste, die durch GLOBUS geboten wurden, Middleware-Komponenten zu schaffen, um die Wechselwirkung von Software mit den Griddiensten zu vereinfachen und dem Benutzer eine leicht zu bedienende Schnittstelle zur Steuerung von Anwendungen und Diensten im Gridumfeld zu bieten. Hierzu zählte auch die Konzeption einer Problemlösungsumgebung, welche das Erstellen von gridfähigen Anwendungen und das Starten derselben über ein Webinterface ermöglichen sollte.
Aus dem I-Lab Projekt heraus entstand zwischen den beteiligten Instituten eine Grid-Infrastruktur, die den Grundstein für die heute existierende Grid-Infrastruktur der Fraunhofer-Gesellschaft legte - das Fraunhofer Resource Grid.
Diese Infrastruktur wird seit dem Ende des I-Lab Projektes im Dezember 2003 von der Fraunhofer-Allianz Grid Computing betrieben und von den Partnerinstituten der Allianz kontinuierlich weiterentwickelt. Das Fraunhofer Resource Grid dient seit Ende 2005 auch als Demonstrationsplattform der Fraunhofer Enterprise Grids Allianz. Deren Ziel ist es, Grid- SOA- und Virtualisierungstechnologien sowie daran angepasste Dienstleistungen für Unternehmen bereitzustellen und somit zu einer verstärkten industriellen Nutzung solcher Technologien beizutragen. Das entsprechende Leistungsangebot für Unternehmen finden Sie auf der Fraunhofer Enterprise Grids Webseite.